Leben in emotionaler Freiheit

Unsere Lebensqualität wird durch das Maß an emotionaler Reife bestimmt, die wir erlangt haben. Emotionale Reife verwandelt unsere Wut, unseren Ärger oder unseren Schmerz und den Unfrieden, den diese und andere Emotionen erzeugen, in Frieden, der die Qualität von Freude, Fülle, Gesundheit und Wohlbefinden ist. Du sorgst dich vielleicht über den Klimawandel und die wachsende Verschmutzung der Ozeane, bist aber gleichzeitig blind für deine eigene emotionale Verschmutzung oder deine negative Lebenseinstellung - die nicht nur dein Leben erschwert sondern auch das deiner Freunde und der Umwelt. Das gilt für alle Emotionen in denen wir feststecken. Dieses festhalten erzeugt und verbreitert Leid. Du glaubst das du für deine Emotionen nicht verantwortlich bist und dass andere Menschen dich dazu bringen, dich verletzt, wütend oder schuldig zu fühlen? Diese Ansicht ist nicht richtig. Deine Emotionen sind deine Verantwortung. Sie werden durch deine Entscheidungen hervorgerufen, oft in Sekunden schnelle und dann verdrängt, manchmal auch unterbewusst getroffen. Deine emotionale reife zeigt, ob du bereit bist ein erfolgreiches glückliches Leben zu führen. 

 

Die Dynamische Meditation kann dir auf deinem ganz persönlichen emotionalen Reifeweg eine ganz wichtige Stütze sein. Sie basiert auf der ältesten indischen Einsichtsmeditation Vipassana. Sie wurde vom indischen Philosophen und Mystiker Osho in den 1960er-Jahren entwickelt. In der formalen Meditationsübung bereitest du dich dreissig Minuten auf  eine fünfzehnminütige Stille-Phase vor. Der Weg in einen das Alltagsbewusstsein übersteigenden meditativen Seinszustand führt über intensive atem- körperpsychotherapeutische Stufen. Du verweilst auf dieser Stufe und nimmst essenzielle Erfahrungen tiefer Meditation zurück in den Alltag. Das passiert in der fünften Phase der Meditation. Hier integrierst du die geistigen Erfahrungen in dein Köper-geist-System. Emotionale Reife erhält du durch die Überwindung von Hemmungen im emotionalen Selbstausdruck bis hin zur Katharsis. Atem- und Mantraübungen unterstützen dich dabei. Während der gesamten Meditation schulst du die Qualität der Achtsamkeit mit geschlossen Augen. Dabei lenkst du die Wahrnehmung zunächst auf das schnelle und chaotische Ausatmen. D.h. sobald du Regelmäßigkeit feststellst, wechselst du den Atemrhythmus. Dann nimmst du deinen emotionalen Zustand wahr und rückst aus, was ist. Du kannst schreiben, singen, schimpfen, weinen usw. Schau was ist und drücke es auch mit Bewegungen des Körpers aus. In den nächsten zehn Minuten sammelst du dich, spürst die Erde die dich trägt unter deinen Füssen und findest deine innere Mitte. Während der gesamten Übung bleibst du hellwach und beobachtest den Atem, die Körperbewegungen, Emotionen und Gedanken. Du nimmst den Fluss wechselnder Gedanken, deine Stimmungen und deinen Körper wahr. Du entwickelst die geistige Institution des inneren Zeugen (Beobachters), die Bewusstseinsinstanz, die Körperempfindungen, Emotionen und Gedanken von Moment zu Moment wahrnimmt.

 

Du erkennst internalisierte Handlungsmuster und wirst zum Zeugen und kannst aus dem Hamsterrad automatischer Reaktionen aussteigen. „Sobald wir beginnen, unsere Aufmerk-samkeit zu erhöhen und zu beobachten, wie unser Geist sich verhält (genau das tun wir in der Meditation), finden wir ziemlich schnell heraus, dass unsere Gedanken sich weit- aus öfter mit Vergangenem und Zukünftigem beschäftigen als mit der Gegenwart. [...] Solches Nichtbewusstsein kann unserem Geist zur Gewohnheit werden, was unser gan- zes Leben und alles, was wir tun beeinträchtigt, angefangen damit, dass wir auf Situationen automatisch, wie ein Autopilot, reagieren, anstatt bewusst zu agieren.“ (Kabat-Zinn 2007) In den Gipfelerfahrungen, den Augenblicken in der Meditation, die mit dem Begriff „volle Leere“ beschrieben werden, wird unser Alltagsbewusstsein von einem ozeani- schen Bewusstsein überströmt, d.h. Kohärenz stellt sich ein, der Tropfen heißt es, fließt auf seinem ziellosen Weg in den Ozean. „Nicht, dass man ein Ziel ohne Anstrengung erreichen könnte; man muß sich notwendigerweise anstrengen, doch dann ist man soweit vorangekommen auf der Suche nach Erleuchtung, daß man alle Anstrengung fallen lassen muß. Ein Boot muß man schon haben, um den Fluß zu überqueren, aber irgend- wann muß man aussteigen, das Boot gänzlich vergessen und hinter sich lassen. (Osho, in Engel 1995) Die Dynamische Meditation unterstützt deinen emotionalen Reifeprozess und macht dich zu einem liebevollen, mitfühlenden authentischen Menschen. Lese dazu auch die Studien. Unter der Rubrik Bücher findest du Hinweise.